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Die dem Körper innewohnende Weisheit zeigt sich oft situativ. Bestimmte Lebensumstände in bestimmten Zeiten versetzen unsere Körper in bestimmte Blockierungen.
Wie alt wir uns fühlen, wie die Welt uns erscheint, was sich von uns entfernt und was mit uns übereinstimmt, all das verändert unseren Körpern Moment für Moment. Alle Erinnerungen sind abrufbar. Diese Weisheit des Körpers aktivieren wir in Akkhaya BWT. Wie in der Methode des so genannten Method Acting aus der Schauspielkunst versetzen wir uns emotional in uns selbst, eine besonders angenehme oder unangenehme Person oder Lebenssituation und trainieren so die Formbarkeit unseres Körpers.
Als Method Acting bezeichnete Lee Strasberg seine auf der Lehre Konstantin Stanislawskis fußende Methode, die Schauspielerei zu erlernen. Dabei soll der Darsteller in den zu spielenden Figuren eine Seite seines eigenen Selbst erkennen und widerspiegeln. Er soll in der Figur weitmöglichst aufgehen und persönlich erlebte Schicksalsschläge und ähnliches einbringen. Gearbeitet wird mit aktiver Spannung (der Körper wird vor einem Auftritt entspannt, damit er absolut durchlässig ist für Gefühle) und emotionellen Gedächtnisübungen (man versucht, das Grundgefühl der Rolle durch eigene Ereignisse heraufzuholen, die man sich in Erinnerung ruft). Der bekannteste Begriff aus dem auf Stanislawski zurückgehenden Method- Acting ist das "Als-ob": Der Schauspieler solle parallele Situationen aus dem eigenen Erleben finden, um das nicht Erlebte glaubwürdig zu verkörpern. Der Schauspieler fragt sich "Was hat bei mir ähnliche Gefühle ausgelöst wie bei der Rolle die es zu spielen gilt?". Er erinnert und konkretisiert dieses eigene Erlebnis und legt es wann immer er es benötigt in die Rolle. Der ausgebildete Schauspieler hat damit sozusagen eine komplette Klaviatur seiner Gefühle zur Verfügung und ist dadurch während des Spiels der Dirigent der Gefühle. Er führt ein Entspannungstraining durch, damit sein Körper sensibel auf innere und äussere Impulse reagiert und generell für Gefühle durchlässig wird. Hier hat sich bei den meisten Schauspielschulen Strasbergs Stuhlentspannung etabliert und bewährt. Es handelt sich um eine Muskelentspannungstechnik, die auf einem Stuhl sitzend vom Schauspieler ausgeführt wird. Oft vom Trainer oder Schauspiellehrer angeleitet, dauert dies jeweils etwa 30 Minuten. Der Schauspieler sucht auf sinnliche Art, indem er aufmerksam alle erreichbaren Muskeln "durcharbeitet" nach Verspannungen und Blockaden und löst diese auf. Dabei werden die Erlebnisse, die zur Verspannung geführt haben oft kurz wieder bewusst und die damals eingefrorenen Gefühle kommen hoch und sollen stimmlich und emotional nun ausgelebt werden. Die Stuhlentspannung ist bei regelmässiger Anwendung eine wirkungsvolle Technik zur emotionalen und muskulären Entpanzerung des Erwachsenen. Sie ähnelt der Ziehharmonikaübung des Körperpsychotherapeuten Stanley Keleman oder Vorübungen aus dem Yoga und dem sogenannten „Big Draw“ im Tantra, in der eine Überspannung vor die Entspannung gesetzt wird.
Wir lernen, durch spielerische Methoden die Leere und die Form innerhalb des Körpers als verbunden wahrzunehmen und integriert in jeder Sekunde des Alltags zu sein. In einer innerlich immerwährend offenen und befreiten Haltung. Weitere Grundlagen sind auch hier die gleichen Methoden wie bei den anderen beiden Aspekten von Akkhaya.